In Kluge Worte, Markenstrategie

Wo bleibt im Internet die Multisensorik?

Online-Marketing rollt den Markt derzeit neu auf. Dabei entsteht allerdings eine emotionale Lücke, da das Internet nicht alle Sinne direkt anspricht. Eine Miniserie auf unserem Markenblog geht der Frage nach, wie die Lücke geschlossen werden kann.

Mit dem Sehen und Hören können online zwar die wichtigsten Sinne bedient werden. Tasten, Schmecken etc. kommen dabei aber zu kurz. Das Internet kann also nicht das gleiche ganzheitliche Markenerlebnis bieten, das in der analogen Realität möglich ist.

Multisensorische Endgeräte

Viele Tüftler haben dieses Problem erkannt. Sie entwickeln Endgeräte, die mehr können, als nur Bilder und Töne zu erzeugen:

Mit Duftpatronen lassen sich zum Beispiel Gerüche herstellen. Elektronische Signale können die Geschmacksrezeptoren der Zunge aktivieren. Und vibrierende Lenkräder, etwa für die PlayStation, erzeugen haptische Erlebnisse.

Internet vs. Sensorik - Der Markenblog

Mit dem oPhone können Düfte verschickt werden (Foto D. Edwards)

Derzeit sind diese Tools aber noch Spielereien. In der Verwendung nehmen wir sie allzu bewusst als Gag wahr. Das unterscheidet sie wesentlich von der größtenteils unbewussten, ganzheitlichen Wahrnehmung der Außenwelt im Alltag.

Psychische Aktivierung

Eine weitere Möglichkeit ist es, Sinne über die Psyche zu aktivieren. Dabei werden die Sinne genutzt, die direkt erreicht werden können. Im Falle des Internets ist dies in erster Linie das Sehen sowie zusätzlich das Hören.

Durch die Stimulierung dieser Sinne werden nun weitere sinnliche Eindrücke ausgelöst, wie auch Herbst und Musiolik in ihrem E-Book zur digitalen Markenführung erklären.

Internet vs. Sensorik - Der Markenblog

Die Vogelperspektive aktiviert Höhenangst (Foto T. Gammer)

Unser Beispiel: Mit einem Bild oder auch mit einer Filmsequenz aus extremer Vogelperspektive können die körperlichen Begleiterscheinungen von Höhenangst ausgelöst werden. Das heißt, allein der Anblick des Fotos versetzt die betreffenden Personen in einen emotionalen und körperlichen Zustand, als würden sie die Situation wirklich erleben. Das kann bis zur Schweißbildung auf den Handflächen und Schwindelgefühlen führen.

Im Online-Marketing lassen sich optische Effekte gezielt nutzen. So kann zum Beispiel mit der kalten Farbe Blau ein Erfrischungseffekt erzielt werden. Dies ist zwar schon aus der klassischen TV- und Printwerbung bekannt, bekommt aber in der digitalen Welt, die prinzipiell weniger sinnlich ist, eine noch größere Bedeutung.

Fortsetzung folgt

Im zweiten Teil der Blog-Miniserie werden wir weitere Möglichkeiten verraten, wie Online-Erlebnisse emotionalisiert werden können. Mit dem Thema wird sich ein SilberTalk am 15. Februar 2018 in Linz beschäftigen. Weitere Informationen auf www.silberball.com/silbertalk2018/

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